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Besonderheiten für Motorräder

Motorradbeförderung ist möglich
Trotz allem
Alternative zum "klassischen" Autoreisezug
Zur Preisberechnung
Zur Verladung wird empfohlen
Befestigungsmaterial:
Gepäck
Für Gespanne
Für Snowmobile (bzw. Quads)

Motorradbeförderung ist möglich in fast allen Autoreisezügen - unbestätigt ist momentan nur noch Griechenland, außerdem sind in Finnland bestimmte Züge ausgeschlossen; aus Serbien liegen Berichte sowohl über erfolgreiche als auch über verweigerte Mitnahme vor (siehe Tabellenteil).

Trotz allem muß kritisch angemerkt werden, daß die Preise für die Motorradmitnahme in den letzten Jahren je nach Strecke sehr viel stärker als für Autos angehoben worden sind (dies gilt zum einen für die Preishöhe als solche und zum anderen für die Einstufung der Zwischensaison in teurere Preisstufen!), und daß einige besonders bei Motorradfahrern beliebte Strecken bzw. Jahreszeiten entfallen sind. Da überlegt "man" sich vielleicht dann doch, einen straßenbasierten Transporteur in Anspruch zu nehmen. Deren Einbeziehung in die Fahrplantabellen scheitert jedoch daran, daß diese zumeist eher Charter- als Linienverkehr betreiben.

Alternative zum "klassischen" Autoreisezug: Im italienischen Binnenverkehr der Versandservice zwischen TNT-Depots (freilich mit Größenbeschränkungen, die eher für Roller als für vollausgestattete Tourenmotorräder passen). Erfahrungsberichte werden gerne entgegengenommen.

Zur Preisberechnung wird je nach Strecke für das Motorrad 50% bis 100% des Autopreises verlangt, dazu kommen die Personenfahrpreise. Besonderheiten gelten in Finnland, siehe landespezifische Informationen..

Zur Verladung wird empfohlen (und manchmal auch vorgeschrieben), eine bis zwei Stunden vor dem normalen Verladeschluß am Abfahrtsbahnhof einzutreffen - Motorräder werden nur in bestimmten Bereiche auf den Transportwaggons plaziert (oft nur auf der unteren Ebene, und dabei manchmal nicht unmittelbar am Anfang bzw. Ende) statt wie normale Autos einfach auf den nächsten gerade freien Fahrzeugplatz. Bei der Verladung sollte man den Helm aufgesetzt lassen, weil die ohnehin niedrige Höhe auf der unteren Ladefläche der Transportwaggons immer wieder von schlecht sichtbaren Querstreben unterbrochen wird. Ernsthafte Schwierigkeiten mit der Durchfahrtshöhe kann bekommen, wer über einen vollbeladenen Tankrucksack hinwegschauen will (also vorher abmontieren).

Befestigungsmaterial: Auf den gängigeren Strecken bzw. Abfahrtsbahnhöfen (dazu gehören in jedem Fall Deutschland, Österreich und Frankreich, auch von Finnland ist nichts Gegenteiliges bekannt) werden die erforderlichen Befestigungsgurte für die Dauer der Fahrt vom Servicepersonal zur Verfügung gestellt und angebracht. Bei weniger gängigen Strecken, wo nur selten Motorräder vorkommen (beispielsweise Abfahrtsbahnhöfe in Italien und die Strecken Richtung Balkan / Griechenland / Türkei) kann es von Vorteil sein, selbst einen Satz Befestigungsgurte dabeizuhaben und diese im Zweifelsfall auch selbst anbringen zu können. Ein Hauptständer oder Seitenständer ist auf den meisten Strecken unverzichtbar. Innerhalb von Frankreich geht es auch ohne.

Gepäck in Seitenkoffern ist kein Problem, jedoch ohne spezielle Zusatzversicherung nicht versichert. Ob Tankrucksack und Gepäckrolle auf dem Motorrad bleiben können oder mit ins Abteil genommen werden müssen, hängt von der Strecke bzw. vom Verladebahnhof (und manchmal auch von der Tagesform des Servicepersonals) ab. Es gibt auch Berichte, daß Gepäck bzw. die Verkleidungsscheibe Schaden genommen hat, wenn die verladenen Fahrzeuge bei der Zugfahrt rückwärts befördert wurden und somit der Fahrtwind aus ungewohnter Richtung kam. Gut informierte und ausgerüstete Verladeteams haben aber auch dafür eine Lösung, nämlich einen extra Riemen zwischen den Lenkerenden über die Scheibe.

Im Abteil das Handgepäck (Helm, Tankrucksack, abgelegter Fahranzug) unterzubringen kann eine etwas beengte Angelegenheit werden, wenn alle (Liege-)Plätze belegt und mehrere Motorradfahrer darunter sind. Zusätzlicher (in der Praxis oft nur zögerlich genutzter) Stauraum findet sich über dem Seitengang und unter den unteren Liegen. Bis man erst einmal im Abteil ist, wird insbesondere in südfranzösischen Verladebahnhöfen ein umständlicher Bustransfer erforderlich sowie eine Wartezeit bis zur Bereitstellung des Zuges (wobei Schließfächer oder sonstige Gepäckaufbewahrungen, um noch "unbeschwert" in die Stadt zu gehen, seit geraumer Zeit weitestgehend abgeschafft sind).

Für Gespanne gelten die zumeist Autopreise (wo diese von der Fahrzeuglänge abhängen, siehe landespezifische Informationen, kommt die kürzeste Längenklasse zur Anwendung).

Für Snowmobile (bzw. Quads) ist in Finnland (bzw. war ab Belgien) die Möglichkeit der Beförderung ausdrücklich vorgesehen, auf anderen Strecken ist Nachfragen oder das Verladen auf einem Autoanhänger angesagt. Es gelten die Autopreise. Auch Trikes werden gelegentlich auf Autoreisezügen gesichtet.

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